Die papierlose Verwaltung hält Einzug ins Wohnzimmer. Mit dem Service Framework AntOn digitalisieren wir eine der beliebtesten und bekanntesten deutschen Familienleistungen.

ElterngeldDigital, ein zentrales Leitprojekt des BMFSFJ auf dem Weg zum digitalen Familienministerium, ist online. Auf dem von uns konzipierten und entwickelten Portal können Eltern aus Berlin und Sachsen einen Antrag auf Elterngeld bequem von zu Hause ausfüllen. Nach dem Pilotbetrieb soll es in einer weiteren Ausbaustufe möglich sein, gestellte Anträge mit einem Klick in die Fachverfahren der Elterngeldstellen zu übertragen.

Mit dem Start der Pilotphase durch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist der erste Schritt getan. Ein großes Medienecho war garantiert, denn ElterngeldDigital vereinfacht Müttern und Vätern das zeit- und aufwandsintensive Ausfüllen der bis zu 14 Seiten langen Papierformulare.

Mehr User Experience, weniger Bürokratie

Eine der zentralen Fragen, der sich unsere Digitalstrategen in einer komplexen Anforderungs- und Konzeptphase mit Bund und Ländern stellten: Wie digitalisieren wir unter komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen die Antragsformulare und -prozesse, damit Eltern die Leistung möglichst komfortabel und zeitsparend online beanspruchen können?

Ein intelligenter Assistent folgt konsequent der User Journey der antragstellenden Eltern und leitet mit einfachen personalisierten Abfragen und Validierungen durch die Formulare. Digitale Hilfe-Funktionen wie FAQ’s und Tooltipps ersparen Nachfragen bei der Elterngeldstelle, automatische Validitätschecks schützen vor Eingabefehlern. Einmal angefangene Anträge können zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet werden.

Und Daten aus dem Elterngeldrechner und -planer des BMFSFJ – mit jährlich über zwei Millionen Nutzern eine der beliebtesten Online-Angebote der deutschen Verwaltung – können auf Knopfdruck in den digitalen Elterngeldantrag übernommen werden.

Verwaltungsmodernisierung im OZG-Kontext

Um ElterngeldDigital im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG) auf die nächste Ebene zu heben, treibt das BMFSFJ gemeinsam mit ]init[ den weiteren Ausbau des Systems voran. Derzeit müssen die ausgefüllten Antragsformulare aufgrund gesetzlicher Vorgaben noch ausgedruckt, unterschrieben und mit allen Nachweisen per Post an die zuständige Elterngeldstelle geschickt werden.

Aber bereits jetzt ist das BMFSFJ mit der technischen Plattform ein klarer Vorreiter bei der Digitalisierung einer Verwaltungsleistung im OZG-Kontext. Denn ElterngeldDigital bietet alle Voraussetzungen für den vollelektronischen Elterngeldantrag. So verbinden wir die Plattform Anfang 2019 direkt mit den Fachverfahren in den Elterngeldstellen der Länder.

Hierfür stellen unsere Entwickler Schnittstellen bereit, über die einmal abgeschlossene Anträge mit einem Mausklick automatisch in den Fachverfahren bereitgestellt werden. Durch die elektronische Übergabe profitieren Elterngeldstellen von fehlerärmeren Anträgen und signifikant geringeren Bearbeitungszeiten. Weitere Ausbaustufen sind bereits geplant: So soll es perspektivisch möglich sein, den papierlosen Antrag mit elektronischer Signatur digital zur Elterngeldstelle zu schicken.

Project Insights
  • Vereinfachung und Optimierung des Antragsprozesses.
  • Einheitliches Front-End für die Online-Antragsstellung von Elterngeld.
  • Assistent mit intelligentem Formulardesign, Hilfe-Funktionen und Validitätschecks.
  • Fachverfahrens-Schnittstellen übergeben Antragsdaten an die Elterngeldstellen.
  • Hosting des Angebots in der BSI-zertifizierten Private Cloud.
  • BSI-Zertifizierung der Anwendung nach ISO 27001 für den hohen Schutzbedarf personenbezogener Sozialdaten.
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Robert Fröhlich, ]init[ AG
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