Low-Code-Plattformen Wiederverwendbare Bausteine für Verwaltungsverfahren
Verwaltungsprozesse ohne jahrelange Entwicklungszyklen digitalisieren und automatisieren: ]init[ setzt seit 2015 Low-Code-Plattformen für Behörden um. Wir entwickeln mit Expert:innen aus unserem 60-köpfigen Team anbieterunabhängige Lösungen mit nachnutzbaren Bausteinen für weitere Verfahren.
Anträge stauen sich, Personal fehlt, aber Bürger:innen und Unternehmen erwarten trotzdem schnelle Antworten. Wer eine Verwaltungsleistung digitalisiert, baut oft nur eine Insellösung für ein einziges Verfahren – der nächste Antrag beginnt wieder bei null. Low-Code-Plattformen wie Pega, civento, lucom, formcycle oder OZG-Hub setzen genau hier an: Sie bringen viele der benötigten Komponenten und Schnittstellen bereits mit, und verwandeln zusätzlich jedes digitalisierte Verfahren in Bausteine für das nächste.
Dabei geht es nicht nur darum, Papier gegen Online-Formulare zu tauschen: Wir modernisieren Verfahren gemäß dem Once-Only-Prinzip und minimieren den Zeitaufwand für Bürgerinnen, Bürger und Verwaltungsmitarbeitende.
Beratung, Umsetzung und Betrieb
Am Anfang steht die anbieterunabhängige Beratung: Welche Plattform passt zu Ihrem individuellen Einsatzzweck? Gemeinsam erheben wir die Anforderungen und entwickeln ein konkretes Zielbild. Drittsysteme binden wir an, größere Projekte setzen wir mit skalierten Teams um. Zum Abschluss begleiten wir Rollout und Change-Management, damit das neue System im Arbeitsalltag ankommt.
Corona-Hilfe: Eine Plattform für 4 Millionen Anträge
Low-Code in der Praxis: Innerhalb weniger Wochen entwickelte ]init[ auf Basis der Low-Code-Plattform Pega ein Antrags- und Fachverfahren für die Überbrückungshilfen des Bundes. Über das System reichten Hunderttausende Unternehmen ihre Anträge auf kurzfristige Hilfszahlungen ein – am Ende mehr als 4 Millionen. Automatisierte Abfragen bei Drittsystemen prüften die Anträge umfassend und halfen, Missbrauch zu verhindern. Weil die Plattform von Anfang an wiederverwendbar angelegt war, ließen sich die folgenden Förderprogramme darauf aufbauen. Jedes neue Programm musste nur noch die eigenen fachlichen Besonderheiten abbilden.
Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: Ende-zu-Ende & Digital
Auch bei der Fachkräfteeinwanderung nach Deutschland setzt ]init[ auf Pega als Plattform. Ausländische Berufsqualifikationen und Hochschulabschlüsse lassen sich digital einreichen und prüfen, statt Dokumente zu kopieren und postalisch zu versenden. Antragstellende erhalten auf demselben digitalen Weg die Bestätigung, welchem deutschen Abschluss ihre Qualifikation entspricht. Auf der Plattform laufen inzwischen drei Applikationen mit hohem Nutzungsaufkommen.
Wiederverwendbare Komponenten statt Einzellösungen
Der Wert einer Low-Code-Plattform liegt nicht im einzelnen Verfahren, sondern in wiederverwendbaren Komponenten: ein Formularbaustein, eine Schnittstelle zu einem Register, eine automatisierte (Vor-)prüfung. Jedes neue Projekt greift darauf zurück, der Aufwand pro Verfahren sinkt. Viele Verwaltungen prüfen aktuell, ob KI eine Alternative dazu sein könnte. Tatsächlich ergänzen sich beide Technologien: Low-Code bringt KI kontrolliert in Organisationen, etwa für das Prototyping mit Pega Blueprint, für KI-unterstützte Entwicklung per Vibe-Coding und für die sichere Ausführung von KI-Agenten im Kontext eines definierten Prozesses.
FAQ: Häufige Fragen zu Low-Code in der Verwaltung
Was ist eine Low-Code-Plattform?
Eine Low-Code-Plattform ist eine Entwicklungsumgebung, mit der sich Anwendungen weitgehend über visuelle Konfiguration sowie über die Definition von Daten- und Prozessmodellen bauen lassen. Das verkürzt Entwicklungszeiten und macht Prozesse für Fachabteilungen nachvollziehbar.
Welche Low-Code-Plattformen setzt ]init[ ein?
]init[ hat Projekterfahrung mit Pega, civento, lucom, formcycle und OZG-Hub und berät anbieterunabhängig, welche Plattform zur jeweiligen Anforderung passt.
Wie unterstützen Low-Code-Plattformen die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen?
Low-Code-Plattformen digitalisieren Prozesse durchgängig – von Verwaltungsleistungen bis zu internen Freigabeprozessen. Sie bilden standardisierte Abläufe ab und lassen gleichzeitig Raum für die flexible Bearbeitung komplexer Fälle. Automatisierungsbausteine strukturieren Informationen aus Dokumenten, weisen Aufgaben regelbasiert oder KI-gestützt zu und erstellen Dokumente und Zusammenfassungen automatisiert. Systeme, die nicht abgelöst werden sollen, binden wir über Schnittstellen oder Robotic Process Automation an. So entsteht eine Fachverfahrensoptimierung, die in Prozessen denkt statt in einzelnen Anwendungen.
Ersetzt KI Low-Code-Plattformen?
Nein. Low-Code-Plattformen bieten gute Voraussetzungen dafür, KI kontrolliert einzusetzen – vor allem bei der sicheren Ausführung von KI-Agenten. Plattformen bieten erprobte Verfahren und Leitplanken für den Einsatz der KI. Risiken durch Halluzination oder eigenmächtige Entscheidungen entgegen der dokumentierten Prozesse werden so effektiv begrenzt. Die Agenten unterstützen die Verwaltung – sie übernehmen sie nicht. Gleichzeitig ermöglichen auch Low-Code-Plattformen die KI-gestützte Entwicklung („Vibe Coding“), etwa zur Unterstützung beim Entwurf von Prozessen, der Umsetzung von Prototypen und für die Entwicklung neuer Features in existierenden Anwendungen.
Warum sollten Verwaltungen auf eine Plattform statt auf Einzellösungen setzen?
Weil einzelne Verfahren nach der Digitalisierung isoliert bleiben und die nächst Umsetzung wieder bei null beginnt. Eine Plattform macht Formularbausteine, Prüfregeln und Schnittstellen wiederverwendbar, sodass jedes weitere Verfahren schneller umsetzbar wird.
Wie schnell lässt sich ein Verfahren mit Low-Code digitalisieren?
Das hängt vom Umfang ab. Bei den Überbrückungshilfen des Bundes entstand auf Basis von Pega der Antrag in wenigen Wochen, und das Fachverfahren konnte bereits wenig später in Betrieb genommen werden.
Für wen bietet ]init[ Low-Code-Beratung an?
Für Behörden und öffentliche Verwaltungen und andere Organisationen, die Antragsmanagement, Prozessdigitalisierung oder Ende-zu-Ende-Lösungen umsetzen wollen. Das rund 60-köpfige Team berät dabei anbieterunabhängig – egal, ob eine Automatisierung mittels Outsystems, Appian, Mendix oder anderen Plattformen gewünscht ist
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Anne Pohl
New Business