Hier wird das Einer-für-Alle-Prinzip gelebt. Ein bundesweit einheitliches Antragssystem mit angebundenen Fachverfahren ermöglicht schnelle finanzielle Entschädigungen. Unsere Aufgabe: Der zentrale Betrieb der Anwendungen für alle teilnehmenden Bundesländer.

Die Corona-Pandemie stellt berufstätige Eltern vor vielfältige Herausforderungen. Viele können wegen der Schließung von Kitas und Schulen nur noch teilweise oder gar nicht mehr arbeiten. Der Bundestag hat daher am 31. März 2020 eine Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes verabschiedet. Etwa 1,3 Millionen abhängig Beschäftigte und Selbständige haben demnach Anspruch auf Entschädigungen bei Verdienstausfällen wegen Kinderbetreuung. Das prognostizierte Volumen für die finanziellen Hilfen beträgt rund drei Milliarden Euro.

Schnelle Hilfe nach dem Einer für Alle-Prinzip

Damit die Berechtigten möglichst schnell und unkompliziert unterstützt werden können, haben elf Bundesländer und der Bund in einem gemeinsamen Digitalisierungsprojekt die Online-Antragstellung auf den Weg gebracht. ]init[ hat in diesem Projekt den Aufbau der Infrastruktur für die Verfahrensplattform verantwortet, die bereits vier Wochen nach Verkündung des Gesetzes in Betrieb genommen wurde.

Die Plattform bietet vier Online-Anträge, die Antragsberechtigte über eine Informationswebsite mit Wartschlangen-Funktion erreichen. Komplettiert wird das System durch ein Fachverfahren, mit dem  die zuständigen Behörden in den Ländern die digital eingegangenen Anträge schnell und effizient bearbeiten können. Antragssystem und Fachverfahren wurden vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines OZG-Expresslabors parallel zum Aufbau der Betriebsinfrastruktur entwickelt und beigestellt.

Herausfordernde Zeiten erfordern ein beherztes Anpacken. Wir freuen uns, dass die ]init[ AG sich der Herausforderung gestellt hat, innerhalb kürzester Zeit eine Verfahrensplattform aufzubauen und dieses Versprechen auch vollständig eingehalten hat.

Max Osterheld

Arbeitsgruppe Digitalisierungsprogramme Bund und Föderal, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Sichere Architektur und flexible Skalierung

Die Betriebsarchitektur berücksichtigt sowohl die erwarteten hohen Zugriffszahlen als auch die Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz. Die Plattform wird daher im BSI-zertifizierten Rechenzentrum von ]init[ verteilt auf verschiedene Sicherheits- und Service-Zonen betrieben. Dabei kommen insgesamt etwa neunzig Serversysteme zum Einsatz, die kurzfristig weiter skaliert werden können. Neue Versionen der Software werden regelmäßig in sehr kurzen Releasezyklen durch das Betriebsteam von ]init[ in Produktion genommen.

Neben dem Betrieb der gesamten Infrastruktur sowie der IT-Sicherheits- und Datenschutzkonzeption unterstützt ]init[ die zuständigen Stellen der Länder mit einem Supportteam bei der Nutzung der Fachverfahren.

An der Erstellung der verschiedenen Konzepte, der Entwicklung der Website, dem Aufbau der Plattform und des zugehörigen Service Desks waren im Projektteam bei ]init[ etwa fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. Sie haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, die Plattform in der zwingend notwendigen Qualität in Rekordzeit zur Verfügung zu stellen, um persönlich und als Team einen Beitrag in den für Menschen und Unternehmen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie zu leisten.

Wir bedanken uns bei ]init[ und den weiteren Partnern des Projektes für den engagierten Einsatz und das gute Ergebnis. Neben dem konkreten Nutzen für die Antragsberechtigten zeigt das Projekt auch, dass sich gemeinsame Lösungen der Länder in Zusammenarbeit mit dem Bund wesentlich schneller, effektiver und kostengünstiger umsetzen lassen, als wenn jedes Land für sich alleine aktiv wird. Die Umsetzung weiterer digitaler Verwaltungsleistungen sollte daher nach dem „einer für alle“-Prinzip erfolgen.

David Wilkskamp

Stabstelle Digitalisierung, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Made by ]init[
  • Unterstützung bei der Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzeption
  • Durchführung von Last- und Sicherheitstests
  • Erstellung eines Supportkonzepts
  • Aufbau und Betrieb eines Servicedesks für Rückfragen der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter
  • Konzeption und Umsetzung der Info-Website www.ifsg-online.de mit integriertem Zuständigkeitsfinder
  • Maßnahmen IT-Sicherheitsschutz gegen Cyberkriminalität
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Alexios Grammatikopoulos, ]init[ AG
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Alexios Grammatikopoulos
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