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15.10.2012

Wie sag ich’s digital: “Best Practice”- Beispiele aus Europa

]init[s Networking-Abend in Brüssel - gelungene Beispiele strategischer Online-Kommunikation

event pictures init Brussels

Am 11. Oktober begrüßte ]init[ Vertreter Europäischer Institutionen und  internationaler NGOs, der Wirtschaft sowie der in Brüssel ansässigen Regionalbüros in seiner Brüsseler Repräsentanz. Gemeinsam mit Referenten des Europäischen Parlaments und der European Training Foundation diskutierten die Teilnehmer aktuelle und zukünftige Strategien gelungener digitaler Kommunikation.

In ihren Präsentationen gaben Florent Le Montagner, Redakteur im Web Team des Europäischen Parlaments und Bent Sørensen, Leiter der Kommunikationsabteilung European Training Foundation Einblicke in ihren Kommunikationsalltag. Sie skizzierten unterschiedliche Ansätze, wie mit Hilfe digitaler Kommunikation Bürger bzw. Experten aktiviert und zur Interaktion angeregt werden können.

Das Europäsiche Parlament (EP) ist dabei ein herausragendes Beispiel, wie eine große Anzahl interessierter Bürger über aktuelle europäische Themen informiert und gleichzeitig zum regen Diskutieren ermutigt werden kann. Mit hunderttausenden Bürgern tauscht sich das EP über Facebook, YouTube, Twitter, Flickr und diverse andere Kanäle aus. Für den Erfolg ist es laut Le Montagner mitunter notwendig, Neuland zu betreten, wo nicht auf Erfahrungswerte zurückgegriffen werden kann.

Die European Training Foundation (ETF) ist ein gutes Beispiel für einen eher qualitativ und weniger quantitativ ausgerichteten Einsatz von Social Media. Bent Sørensen berichtete über die erfolgreiche Einbindung von Experten und Aktivisten über Twitter und andere Social Media Kanäle um die Bemühungen der European Training Foundation in den an die EU angrenzenden Nachbarländern zu unterstützen: Professionalisierung der beruflichen Ausbildung, Hilfe zur Selbsthilfe sowie zur  Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt.  Die ETF nutzt dabei Social Media gezielt zur Aktivierung von Multiplikatoren, um Zielgruppen (z.B. innerhalb der Netz-Community) zu erreichen, die von klassischen Kommunikationsformaten nicht angesprochen werden.

Den Abschluss der „Best-Practice”-Präsentationen bildete die Vorstellung erfolgreicher Apps von Akteuren des öffentlichen Sektors, darunter auch die von ]init[ für den Deutschen Zoll entwickelte „Zoll und Reise“ App. Das benutzerfreundliche Interface und der unmittelbare Nutzen für den Reisenden machten diese App zu einer der erfolgreichsten dieses Sommers und brachten ihr Top Ten Platzierungen im App Store und bei Google Play ein.  Die Zoll-App ist damit ein gutes Beispiel für die Bedeutung der vier in der Präsentation vorgestellten Erfolgsfaktoren: echter Zusatznutzen, Benutzerfreundlichkeit, wiederkehrende Einsatzbedarf und richtiges Timing der Veröffentlichung der App.

Die sich anschließende offene Diskussionsrunde mündete im Fazit der Experten, dass die klassische Webseite keinesfalls von Social Media Plattformen abgelöst würde, vielmehr werde sie durch weitere digitale Kommunikationskanäle ergänzt.

Alle Präsentationen des Abends sind auf Slideshare eingebunden und öffnen sich durch einen Klick auf die unten angegebenen Präsentationstitel in einem neuen Fenster:

Florent Le Montagner | European Parliament | New Media, New Opportunities - The European Parliament Online

Bent Sørensen | European Training Foundation | The CARE model

Leonard Herbig | ]init[ AG | Best Practice Applications for the Public Sector

Harald Felling and Horst Krämer | ]init[ AG | 10 milestones on the way to successful digital communication