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12.10.2011

Mobile Government 2020

Entwicklungen, Trends, Technologien

Mobiles Internet – Mobile Verwaltung

Grafik Smartphone mit AppsIm vergangenen Jahrzehnt hat das Aufkommen neuer Informations- und Kommunikations-technologien die Interaktion zwischen Bürgern und öffentlichen Behörden grundlegend verändert. Mit digitalen Behördendiensten war serviceorientiertes E-Government geboren. Eine ähnliche Entwicklung ist nun im Bereich mobiler Technologien zu beobachten: Schnelle Datenübertragungsraten und innovative Smartphone-Technologien läuten die nächste Evolutionsstufe des modernen Regierungs- und Verwaltungshandelns ein: Mobile Government (M-Government).

Die damit verbundenen drahtlosen Technologien und Dienste ermöglichen eine bessere Orientierung der Verwaltung an den Bedürfnissen der Nutzer. So können Bürger und Unternehmen Online-Services nicht mehr nur zeit- sondern auch ortsungebunden wahrnehmen. Und auch behördenintern wächst der Trend zu mehr Mobilität. Denn durch mobile Dienste steigt die Effizienz bei der Informationsbeschaffung und bei Kommunikations- und Transaktionsprozessen.

Die digitale Gesellschaft der Zukunft ist eine mobile Gesellschaft. Dies hat auch der IT-Planungsrat erkannt und die wachsende Bedeutung von M-Government in der Nationalen E-Government-Strategie verankert. Sie konkretisiert, dass mobile Technologien beim Auf- und Ausbau der E-Government-Infrastruktur adaptiert und insbesondere das Angebot an Services für mobile Endgeräte zur schnellen und einfachen Kontaktaufnahme ausgebaut werden müsse. (Nationale E-Government-Strategie, 2010, S. 8)

Fünf Perspektiven für mobile Verwaltungsdienste

iPhone mit m.bmwi.deM-Government steht in Deutschland erst am Anfang. Ministerien wie zum Beispiel das BMWi, BMFSFJ  und die Bayerische Staatsregierung haben ihre Informationsportale für den drahtlosen Nutzerzugriff optimiert. Die Zukunft von M-Government sind aber nicht diese vorrangig informationsbasierten Dienste, sondern Angebote im Bereich Kommunikation, Interaktion und Transaktion. Öffentliche Verwaltungen stehen dabei vor folgenden Herausforderungen: Wie kann mit mobilen Angeboten ein konkreter Nutzen für Bürger im Alltag geschaffen werden? Und wie können dabei die fortschrittlichen Funktionalitäten der Endgeräte optimal genutzt werden?

]init[ beschäftigt sich schon lange damit, wie komplexe Verwaltungsangebote in das mobile Internet übersetzt werden können. Vor allem durch die Mobilmachung bislang stationärer Verwaltungsprozesse und -daten werden neue Mehrwert-Services entstehen, die überall nutzbar sind und die Potenziale mobiler Kommunikationstechnologien ausschöpfen.

Wir stellen Ihnen fünf technologische Perspektiven für M-Government vor, die hierbei eine wichtige Rolle spielen werden:

  • Mobile Crowd Sourcing: Bürger möchten heute stärker als je zuvor an der Gestaltung ihrer Umwelt partizipieren - und dabei moderne Technologien nutzen. Zum Beispiel geobasierte Dienste im Ideen- und Beschwerdemanagement. Eine mobile App, über die Behörde und Bürger partnerschaftlich an der Beseitigung von Problemen und der Umsetzung guter Ideen zusammenarbeiten, verbessert die Aufgabenerfüllung der Verwaltung. Das aus England stammende Fix-My-Street-Prinzip wird in Deutschland zum Beispiel in dem Projekt Maerker Brandenburg umgesetzt. Bürger können diese Anwendungen am PC zuhause nutzen, bislang jedoch selten vor Ort auf dem Smartphone. Apps, mit denen zum Beispiel ein neuentdecktes „Schlagloch“ direkt fotografiert und an das zuständige Bauamt zur Bearbeitung geschickt werden kann, sind ein gutes Beispiel für die Potenziale der serviceorientierten Verwaltung von Morgen.

  • Mobile Krisenkommunikation: SMS-Nachrichten sehr ähnliche und kostenfreie Push-Benachrichtigungen informieren heute Millionen Bürger in Echtzeit über Sportergebnisse, Breaking News und individuell gesetzte Erinnerungen auf dem Display ihres Mobiltelefons. Das im privaten Bereich stark genutzte Smartphone-Feature kann auch in der behördlichen Krisen- und Notfallkommunikation eingesetzt werden.  So kann mit eigens hierfür entwickelten Apps vor Gefahrenlagen gewarnt oder über Lebensmittelrisiken informiert werden.

  • Mobile eID-Services: Der elektronische Identitätsnachweis des neuen Personalausweises kann bislang nur über einen Desktop-PC oder Laptop in Verbindung mit einem Kartenlesegerät durchgeführt werden. In Entwicklungsstudien wurde bereits gezeigt, dass die von ersten Smartphones unterstützte Near Field Communication-Technologie (NFC) die sichere Identifikation eines Bürgers für mobile Online-Services ermöglicht. Dabei ersetzt das Mobiltelefon das Kartenlesegerät. So könnte es perspektivisch möglich sein, Verwaltungsanträge einfach und sicher von unterwegs zu stellen, Bearbeitungsstände einzusehen und personenbezogene Informationen abzurufen.

  • Mobile Open Data: Die Bereitstellung offener Verwaltungsdaten eröffnet in Verbindung mit mobilen Technologien eine ganz neue Welt: In Apps können Zusammenhänge zwischen Daten aus verschiedenen Sets  in Form von Diagrammen, Karten- oder Augmented Reality-Layern sichtbar gemacht werden. Verwaltungen stellen die hierzu notwendigen Daten öffentlich bereit, damit diese von interessierten Akteuren in Desktop- und Mobile Apps weitergenutzt werden können.

  • Government App Store: Nach amerikanischem Vorbild sollten alle von und für öffentliche Organisationen entwickelte Anwendungen und zertifizierte Cloud-Dienste auf einer Plattform gebündelt kommuniziert werden (http://apps.usa.gov). Nutzer mobiler Dienste erhalten so einen schnellen Überblick, welche Online-Services als App für mobile Plattformen zur Verfügung stehen. In Deutschland fehlt bislang eine solche zentrale Plattform. 

 

Mobil mit ]init[

Mobiltelefone mit m.init.de]init[ unterstützt Ministerien und Behörden auf dem Weg in das mobile Internet. Mit  innovativen Apps, Location Based Services und eigens für die Nutzung mit Smartphones optimierten Webportalen bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für mobile Informations- und Kommunikationsangebote.

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