Daten austauschen, Funktionen zusammenführen
Beim Aufbau des One-Stop-Governments ist die Interoperabilität von Verfahren von entscheidender Bedeutung. Denn nur wenn einzelne Fachverfahren miteinander zu integrierten Services verknüpft werden, kann den Bürgern ein Service "aus einer Hand" angeboten werden.
Die mit E-Government verbundene Vernetzung und systemübergreifende Kommunikation von Anwendungen führen zu einem starken Anstieg der benötigten Schnittstellen zwischen den IT-Systemen der beteiligten Organisationen. Die Entwicklung dieser Schnittstellen verursacht in vielen IT-Projekten hohe Kosten und steht einer schnellen Umsetzung entgegen. Hier sind standardisierte Schnittstellen gefordert.
Webservice-Technologie ist die Basis für dauerhafte herstellerunabhängige Schnittstellen zwischen Verfahren und wird vom W3C Consortium standardisiert. Wenn Datenformate auf Basis von XML Schemata und Protokolle auf Basis des standardisierten Simple Object Access Protocols (SOAP) definiert werden, wird eine herstellerübergreifende Kommunikation zwischen Anwendungen ermöglicht. Webservice-Technologie wird von allen führenden Herstellern unterstützt und wird deshalb auch bei den für die Bundesverwaltung wichtigen Standards- und Architekturen für E-Government-Anwendungen (SAGA) umfangreich berücksichtigt.
Während das Internet bisher in erster Linie als Informations- und Kommunikationsplattform genutzt wurde, können durch den Aufbau von Webservice-Anwendungen direkt und medienbruchfrei Transaktionen durchgeführt werden. Dadurch kann die Abwicklung von Geschäftsprozessen im Intra- oder Internet wesentlich effizienter gestaltet werden.


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